Aktuelles Hochwasser stellt Maßnahmen der letzten Jahrzehnte auf den Prüfstand

"Hat sich im Hochwasserschutz Entscheidendes verbessert? Haben die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben gemacht?“ fragen sich die vom Hochwasser Betroffenen am Rhein angesichts der Wassermassen, die aufgrund der Schneeschmelze und der aktuellen Wetterlage für Überschwemmungen sorgen.

 

Das derzeitige Hochwasser am Rhein und seinen Nebenflüssen stellt die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes auf den Prüfstand.

Bilanziert man die vergangenen Jahrzehnte, so wurden am Rhein viele Polder gebaut, Deiche saniert und zurückverlegt usw. – Vieles ist aber auch im Planungsprozess stecken geblieben, wird von örtlichen Interessengruppen torpediert und bei den zuständigen Gerichten beklagt. Zusätzliche Rückhaltemaßnahmen werden allenfalls angedacht, rücken jedoch angesichts der damit verbundenen Schwierigkeiten und Kosten in weite Ferne – und die erforderlichen Flächen werden möglicherweise schon bald anderweitig genutzt. Das aktuelle Hochwasser mahnt alle Verantwortlichen, in der Verbesserung der Hochwasservorsorge nicht nachzulassen. Das gilt im überörtlichen Hochwasserschutz vor allem für die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch für unsere französischen Nachbarn.

Was bleibt nun den Betroffenen neben der ständigen Einforderung der vereinbarten und politisch beschlossenen Maßnahmen? Das, was das Gesetz sowieso Allen aufgibt, unabhängig davon, ob durch einen Deich geschützt oder den Wassermassen schutzlos ausgeliefert, nämlich selbst Vorsorge zu treffen. In Rheinland-Pfalz werden dazu auf kommunaler Ebene Hochwasserpartnerschaften gebildet: Gemeinden und Städte an einem Gewässer oder Gewässerabschnitt arbeiten gemeinsam an einer umfassenden Vorsorgestrategie, die nicht nur den technischen Hochwasserschutz beinhaltet, sondern auch die Flächenvorsorge, die Bauvorsorge, die Gefahrenabwehr usw. und zwar auch für Katastrophenhochwasser – und die können auch die Menschen hinter dem Deich treffen.

Weitere Informationen unter www.ibh.rlp.de

(Pressemitteilung der Hochwassernotgemeinschaft Rhein zum Hochwasser im Januar 2011)

Kontakt

Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

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Symboldbild Hochwasser

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