Hochwassernotgemeinschaft feiert im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung 15-jähriges Bestehen (24.11.2011)

 Das 15jährige Bestehen der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V. war der Anlass, zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 16.11.2011 an ihren Gründungsort Köln zurückzukehren. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte anlässlich des Jubiläums zum Empfang in den Hansasaal des Historischen Rathauses geladen.

 

Am 16. November 1996 hatte sich über 60 Gemeinden, Städte und Bürgerinitiativen am Mittel- und Niederrhein zusammengeschlossen. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte anlässlich des Jubiläums zum Empfang in den Hansasaal des Historischen Rathauses geladen. In diesem Rahmen wurde auch ein Kooperationsvertrag zwischen der Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HWNG Rhein) und des HochwasserKompetenzCentrum Köln  (HKC) geschlossen.

In der sich anschließenden Feierstunde diskutierten Vertreter der rheinland-pfälzischen, der nordrhein-westfälischen und der hessischen Landesregierung sowie der niederländischen Provinz Gelderland, der IKSR sowie der ehemalige erste Vorsitzende der HWNG Dr. Norbert Burger, OB a. D. der Stadt Köln, über aktuelle Fragen des Hochwasserschutzes. Dabei standen die Umsetzung der EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und die Frage nach weiteren Retentionsräumen im Mittelpunkt. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass mit Blick auf den Klimawandel, der sowohl extreme Niedrigwasser, als auch vermehrt extreme Hochwasser zu Folge haben wird, weiterhin gemeinsame Anstrengungen über Länder- und nationale Grenzen hinaus erforderlich seien. Neben einem effektiven Klimaschutz komme über die Hochwasserrückhaltung hinaus dem Hochwassermanagement eine große Bedeutung zu, so Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Alle Verantwortlichen stimmten überein, dass die EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und ihre Umsetzung in nationales Recht dem Hochwasserschutz einen Schub nach vorne geben werde. 

Achim Hütten, der Vorsitzende der HWNG, appellierte abschließend an die Versammlung, gegen alle Widerstände an den Zielen für einen besseren Hochwasserschutz festzuhalten. Gemeinsam müsse man für die Anpassung von Hochwasserschutzmaßnahmen an den Klimawandel und die grenzübergreifende Zusammenarbeit im ganzen Flussgebiet kämpfen. Dabei sei es auch notwendig, in der Vergangenheit verworfene Gedanken wieder aufzunehmen und neue gedankliche Wege zugehen. Auch länderübergreifender Finanzausgleich zur Schaffung überregional wirksamer Rückhalteräume dürfe kein Tabuthema sein.

 

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