HWNG Rhein warnt vor Einsparungen der Landesregierung beim Thema Hochwasser

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V.appelliert an die rheinland-pfälzische Umweltministerin Höfken, sich bei den Verhandlungen zum neuen Haushalt dafür einzusetzen, dass die Gelder für den Hochwasserschutz in gleicher Höhe erhalten bleiben.
 

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V.  hat in einem Schreiben an Umweltministerin Ulrike Höfken das bisherige große Engagement des Landes im Hochwasserschutz begrüßt. Sie appelliert daher an die Ministerin, sich bei den Verhandlungen zum neuen Haushalt dafür einzusetzen, dass die Gelder in gleicher Höhe erhalten bleiben.

Hintergrund ist u.a. eine kürzlich veröffentlichte, gemeinsam vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Deutschen Geo-Forschungs-Zentrum (GFZ) erarbeitete Studie, die darauf hinweist, dass im Südwesten Deutschlands in den Jahren 2021 bis 2050 mit einer Zunahme der extremen Hochwasserlagen um 15 % zu rechnen ist. Noch deutlicher wird nach Expertenmeinung die Zahl der häufigen Ereignisse zunehmen. Die HWNG sieht letztere Tendenz bereits jetzt durch die jüngsten „kleinen“ Hochwasserereignisse bestätigt. Die Hochwassergefahr wird, wie die aktuelle Studie zeigt, noch wachsen.

Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe. Das betrifft zum einen den technischen Hochwasserschutz, zum andern können die Städte und Gemeinden am Rhein auch Ihrer Verantwortung nur mit der weiteren Unterstützung des Landes nachkommen. Daher bittet die HWNG die Ministerin, sich nachdrücklich dafür einzusetzen, dass die bisher für den Hochwasserschutz in den Landeshaushalt eingestellten Mittel nicht gekürzt werden. Vielmehr seien Anpassungen notwendig, um sich den Herausforderungen, die aus den rechtlichen Vorgaben (EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie) und den möglichen Folgen der Klimaänderung resultieren, stellen zu können.

Einen Stillstand im Hochwasserschutz könne man sich im Hinblick auf die immensen Schadenspotentiale am Rhein und die Bedrohung der Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen nicht leisten.  Angesichts der künftigen Entwicklung der Hochwassersituation und der Schadenspotenziale lohne es sich, verstärkt in die Vorsorge zu investieren, denn die Beseitigung der Schäden erfordere ein Vielfaches an finanziellen Mitteln! Um durch eine zügige Umsetzung von Maßnahmen Schäden zu vermeiden, sei eine hinreichende finanzielle und personelle Ausstattung der zu zuständigen Behörden erforderlich.

Pressemitteilung der Hochwassernotgemeinschaft Rhein vom 27.1 2012

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Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

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Neue Broschüre der HWNG

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