Spendenaufruf der Hochwassernotgemeinschaft für die Flutopfer an der Elbe

Angesichts der derzeitigen Flutkatastrophe wird es höchste Zeit, die Konsequenzen für den künftigen Hochwasserschutz zu ziehen. In Niederbayern und an der Elbe müssen tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Viele sind unverschuldet in Existenznot geraten. Auch einige Tote sind schon zu beklagen.

 
Am Rhein sind wir gerade nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Aber können wir uns in Sicherheit wiegen? Auch hier gibt es bei Extremhochwasser Schutzwände die überspült und Deiche die überflutet oder brechen könnten. Scheinbar sichere Gebiete können ebenso betroffen sein wie Bereiche, die den Wassermassen ohnehin schutzlos ausgeliefert sind, weil kein technischer Hochwasserschutz möglich ist, wie es größtenteils für den Mittelrhein zutrifft. Ein Hochwasser solchen Ausmaßes käme am Rhein, aufgrund der dortigen Industrieanlagen, einer nationalen Katastrophe gleich, die den Wirtschaftsstandort Deutschland stark schwächen könnte.

Angesichts der derzeitigen Flutkatastrophe wird es höchste Zeit die Konsequenzen für den künftigen Hochwasserschutz zu ziehen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass solche Situationen jetzt häufiger auftreten. Zu vermeiden sind sie nicht, aber eine Anpassung ist möglich und dringend notwendig. Angesichts eines Hilfsfonds von 8 Milliarden Euro stellt sich die Frage, warum dieses Geld nicht vorab in den vorbeugenden Hochwasserschutz investiert wurde. Politiker und Verantwortliche sind jetzt gefordert, unverzüglich weitere Rückhaltemaßnahmen zu realisieren und den Flüssen durch Deichrückverlegungen und Auenrenaturierung wieder mehr Raum zu geben. Es ist notwendig, dass jetzt schnell Kompromisse zwischen Hochwasserschutz und anderen Interessen, auch durch entsprechende finanzielle Entschädigung, gefunden und neue Wege gegangen werden. Risikoverminderung muss in jedem Fall Vorrang haben, das Schadenpotential hinter den Deichen muss reduziert werden. Unumgänglich ist es auch, dass sich jeder potentiell Betroffene des Risikos bewusst wird und bauliche, finanzielle und Verhaltensvorsorge trifft. Die Menschen am Rhein und seinen Nebenflüssen müssen sich mit diesem Gefahrenpotential auseinandersetzen und ein Gefahren- und Vorsorgebewusstsein behalten und weiterentwickeln.

Trotz aller Anstrengungen kann es zu Schäden kommen. Dann hilft eine gute Versicherung, die in der Mehrzahl der Fälle möglich und bezahlbar ist. Die HWNG setzt sich seit Jahren für die Einführung einer Pflichtversicherung bei Elementarschäden für alle ein, denn als Steuerzahler werden alle auch bei der Einrichtung von Hilfsfonds alle in die Pflicht genommen.

Nach dem Hochwasser 2002 hat die Hochwassernotgemeinschaft Rhein den Zusammenschluss der Hochwasserpartnerschaft Elbe nach dem Vorbild der HWNG intensiv unterstützt und es wurde eine gegenseitige Mitgliedschaft beschlossen. Als Zeichen der Solidarität mit den Hochwasseropfern an der Elbe ruft sie daher zu Spenden auf das Konto der Hochwasserpartnerschaft Elbe auf.

Stadtkasse Lauenburg/Elbe

Stichwort: Hochwasserpartnerschaft

Konto: Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (BLZ 230 527 50) / Nr. 4 000 064)


Mainz, den 19.6.2013

Kontakt

Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

>>> mehr

Symboldbild Hochwasser

Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ja, ich stimme zu.