Durchbruch für die Gründung einer “Hochwasserpartnerschaft Elbe” am 15. Mai 2007 in Magdeburg - Hochwasser-notgemeinschaft Rhein unterstützt in der Gründungsphase

Seit der Flutkatastrophe an der Elbe im August 2002 findet das Hochwassermanagement mehr Beachtung, und das neue Hochwasserschutzgesetz ist in Kraft getreten. Viel Geld wurde in den deutschen Bundesländern in den Ausbau und die Ertüchtigung der Deiche investiert. Dass dieses noch nicht ausreicht, zeigten die Frühjahrshochwasser an der Elbe 2006.

Auf Initiative der TU Cottbus wurde das Projekt “Hochwasserpartnerschaft Elbe” mit dem Ziel, alle Betroffenen an einen Tisch zu bringen, einen Konsens zwischen den verschiedenen Interessen zu finden, einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und nach außen die gemeinsamen Interessen zu vertreten, ins Leben gerufen.

Der Gründungworkshop mit Vertretern aus 70 betroffenen Kommunen entlang der Elbe fand im Rahmen des Forschungsprogramms “Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse (RIMAX) des BMBF am 15. mai 2007 in Magdeburg statt. Ein Teilprojekt befasst sich u. a. mit der Optimierung des Risikomanagements der Naturgefahr Hochwasser entlang der Elbe und wird von der BTU Cottbus, der Universität Bonn und der Hochwasserschutzzentrale Köln bearbeitet.

In den Beiträgen zum Workshop wurde u. a. die große Bedeutung der Kommunen im Hochwasserschutz, auf deren Gebieten sich die Hochwasserschäden auswirken und in denen vorsorgender Hochwasserschutz umgesetzt werden muss, die Notwendigkeit der gegenseitigen Unterstützung und des Meinungsaustauschs und die der gemeinsamen Interessenvertretung regionaler und internationaler Ebene herausgestellt.

Als Vorbild für die Hochwasserpartnerschaft Elbe könnte die Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V. (HWNG) dienen. In seinem Beitrag zum Workshop über die Frage, ob das Erfolgskonzept der HWNG Rhein auf die Elbe übertragbar sei, legte der Vorsitzende der HWNG, Oberbürgermeister Achim Hütten aus Andernach, dar, dass die HWNG in den zehn Jahren seit ihrer Gründung bewiesen hat, dass einen solche Partnerschaft Sinn hat. So stellte er u. a. die vielfältigen Vorteile, die eine Gemeinschaft für alle Mitglieder vom Bürgerverein über die kleine Kommune bis zur Großstadt hat, vor. Die HWNG sei inzwischen so etabliert, dass sie in internationalen Kommissionen und Projekten mitarbeite. Für die Gründungsphase der “kommunalen Hochwasserpartnerschaft Elbe” sagte er die Unterstützung der HWNG Rhein gemeinsam mit der Hochwasserschutzzentrale Köln, die mit der Gründung von Hochwasserpartnerschaften schon vielfältige Erfahrungen haben, zu.

Als Ergebnis des Workshops verständigten sich die Verantwortlich der Länder und Kommunen auf eine Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinaus und brachten damit den Durchbuch für die Gründung einer längst überfälligen Hochwasserpartnerschaft Elbe.

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wird nun eine Organisationsstruktur für die grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaft Elbe erarbeiten und einen Finanzierungsvorschlag vorlegen. Die Gründungsveranstaltung, zu der die elbanliegenden Kommunen eingeladen werden, soll im August 2007, zum fünften Jahrestag der Elbeflut, stattfinden.

Weitere Informationen unter: www.hochwasser-vorsorge.de

(Quelle: BTU Cottbus, RIMAX-Projekt, und Hochwasserschutzzentrale Köln)

Kontakt

Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

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Symboldbild Hochwasser

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