Hochwassernotgemeinschaft Rhein diskutiert über neue Hochwasser-schutzkonzepte im Zusammenhang mit der Klimaänderung – Einsenderin aus Bingen gewinnt Fotowettbewerb „Hochwasser setzt Marken!“

„Hochwasserschutz ist die Voraussetzung für die wirtschaftliche und Siedlungsentwicklung der Stadt Düsseldorf!“ sagte Joachim Erwin, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, in seinen Grußworten zur diesjährigen Mitgliederversammlung der HWNG am 13.11.2007 in Düsseldorf. Daher seien die Klimaänderung und ihre Folgen eine Herausforderung und ein Problem, mit dem man sich frühzeitig befassen müsse.

Staatssekretär Dr. Alexander Schink, Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, versicherte: „Hochwasserschutz ist eine Kernaufgabe der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die begründet ist in der Gewährleistung der Hochwassersicherheit der Rheinanlieger!“ Daher entwickle NRW Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels. Das Konzept sehe vor, bei der noch offenen Sanierung von Rheindeichen von einer Gesamtlänge von 100 km die Prognosen zum Klimawandel einzubeziehen. Hierfür würden bis 2015 1,2 Mrd. Euro ausgegeben, so Dr. Schink. Ein weiterer Schwerpunkt liege zudem in der Stärkung des Hochwasserbewusstseins in Städten, Gemeinden und der Wirtschaft. Auch betonte er die seit 1997 bestehende Abstimmung des Landes mit den Niederlanden und die gemeinsame Entwicklung nachhaltiger Hochwasserschutzkonzepte.

In weiteren Fachvorträgen von Dr. Hans Moser, Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz und Dr. Rita Lammersen, Rijkswaterstaat (RIZA) in Arnheim wurden Untersuchungsergebnisse über die Folgen des Klimawandels auf den Wasserabfluss des Rheins und die Konsequenzen für den Hochwasserschutz in den Niederlanden erläutert. Da künftig durch das Zusammentreffen verschiedener Hochwasserspitzen im Rhein mit erhöhten Wasserständen zu rechnen sei, würden auch in den Niederlanden verstärkt Retentionsmöglichkeiten zum Schutz der Unterlieger gesucht.

Abschließend bekräftigte der Vorsitzende der Hochwassernotgemeinschaft Rhein, der Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten, die Notwendigkeit einer weiterhin guten Zusammenarbeit mit den Niederlanden und den im Hochwasserschutz tätigen Institutionen wie der Bundesanstalt für Gewässerkunde und der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins.

Bekannt gegeben wurden anlässlich der Mitgliederversammlung auch die Preisträger des Fotowettbewerbs „Hochwasser setzt Marken!“. Der Hauptpreis, die Besichtigung der Kölner Hochwasserschutzanlagen, einschließlich einer Übernachtung für zwei Personen, geht an Viola Knittel aus Bingen.

Weitere Informationen zur Hochwassernotgemeinschaft Rhein und zum Fotowettbewerb 2007 sowie den Kalender „Hochwasser setzt Marken!“ (2008) zum Herunterladen finden Sie unter: www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de

Kontakt

Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

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