9. Forum Katastrophenvorsorge: Herausforderungen für die Katastrophenvorsorge im 21. Jahrhundert

Das DKKV veranstaltet am 20. und 21. November 2008 beim Deutscher Wetterdienst (DWD) in Offenbach das 9. Forum Katastrophenvorsorge zum Thema ” Herausforderungen für die Katastrophenvorsorge im 21. Jahrhundert”. Der Klimawandel bewirkt, dass extreme Wetterereignisse wie starke Niederschläge, Dürreperioden oder die Zunahme der Temperatur in verschiedenen Regionen häufiger auftreten werden. Die Auswirkungen des Klimawandels erfordern nachhaltige und wirkungsvolle Strategien zur Anpassung der Menschen und der Infrastruktur an die sich ändernden Lebensbedingungen. Die mit der Klimaänderung einhergehenden Auswirkungen extremer Naturereignisse müssen im Rahmen einer langfristigen Katastrophenvorsorge berücksichtigt werden. Hierzu sind die Vorhersagen und Warnungen vor extremen Naturereignissen weiter zu verbessern.

Die Vorsorge vor den Auswirkungen des Klimawandels muss städtische Ballungszentren ebenso wie kritische Infrastrukturen, die Energiewirtschaft und Umweltszenarien berücksichtigen. Die durch den Klimawandel zu erwartenden Veränderungen müssen auf die verschiedenen Regionen herunter gebrochen werden, damit die Vorsorgestrategien für alle Bereiche der Wirtschaft und der Umwelt möglichst realistisch entwickelt werden können.

Schlüsselaspekte des Themas
• Stadt- und Regionalplanung unter dem Einfluss des Klimawandels:
Die Auswirkungen des Klimawandels wie Starkniederschläge oder steigende Temperaturen auf urbane Regionen sind künftig zu berücksichtigen. Die zu erwartenden Klimaveränderungen verlangen ein Überdenken der Anforderungen an die Stadt- und Regionalplanung. Die Rolle der regionalen Klimaberatung für die Katastrophenvorsorge wird immer wichtiger.
• Verbesserungen von Vorhersagen und Warnungen für Naturgefahren: Die durch den Klimawandel zu erwartende Zunahme und Intensivierung der Unwetterereignisse erfordert eine Weiterentwicklung der Wettervorhersageverfahren und - modelle. Höhere Modellauflösungen und Ensemblerechnungen sind hierbei zielführend. Auch neueste Erkenntnisse der Erdbebenforschung für die Quantifizierung der gegenwärtigen und künftigen Risiken sind von Interesse.
• Kritische Infrastruktur und Energiewirtschaft: Obgleich sich die Mehrzahl der kritischen Infrastrukturen in privatem Besitz befinden, bildet der Schutz kritischer Infrastrukturen einen Schwerpunkt staatlicher Sicherheitspolitik. In Krisen- bzw. Katastrophenzeiten muss die Sicherheit und der Schutz der Bürger einschließlich der Gewährleistung der zuverlässigen Versorgung garantiert sein. Die Energiewirtschaft wird sich auf den Klimawandel einstellen müssen. Anpassungsoptionen werden benötigt.
• Capacity Building / Aus- und Fortbildung: Katastrophenschutz und Katastrophenvorsorge bedürfen ständiger Aus- und Fortbildung. Durch Übungen ist die Einsatzfähigkeit von Katastrophenschutzeinrichtungen zu erhalten und auftretende Mängel sind zu beseitigen.
• Entwicklung von Planungsinstrumenten für Notfallmanagement: Die Bewältigung von Großschadensereignissen wie Naturkatastrophen erfordert klare Entscheidungsstrukturen, Zugriff auf Daten und Informationen sowie effiziente Koordination zwischen beteiligten Einsatzkräften. Hierfür sind Planungsinstrumente zu entwickeln, zu erproben und bereitzuhalten.

Kontaktadresse
Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge e. V. (DKKV)
Friedrich-Ebert-Allee 40
D-53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 4460 – 1826
Fax: +49 (0)228 / 4460 – 1836
Email: info@forum2008.dkkv.org
Internet: www.forum2008.dkkv.org

Weitere Informationen
Deutscher Wetterdienst (DWD)
Frankfurter Straße 135
D-63067 Offenbach
Tel.: +49 (0)69 / 80 62 – 0
Fax: +49 (0)69 / 80 62 - 4484
E-Mail : info@dwd.de
Internet: www.dwd.de
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