Preisträger des Fotowettbewerbs 2008 „Menschen und Hochwasser!“

Die Jury hat aus den Einsendungen einen Hauptpreisträger und zehn weitere Preisträger nach folgenden Kriterien ermittelt:
- Erfassung des Themas (Erfüllung des Wettbewerbsgedankens)
- Botschaft (Öffentlichkeitswirksamkeit/ Sensibilisierung)
- Originalität des Objekts
- Qualität des Fotos im Hinblick auch auf seine Weiterverwertung im Kalender
- Idee/ Kreativität

Hauptpreisträger ist Martin Küster aus Goch: „Ruf nach Hilfe - Hochwasseropfer brauchen jede helfende Hand – Lüneburg/Elbe Ostern 2006“.
Begründung: ungewöhnliche Herangehensweise an Problematik, sehr treffendes, die Stimmung zeigendes Motiv, problematische Bildqualität.

Je 100 Euro sollen laut Jury für ihre Fotos erhalten:
Hermann Schröer aus Ober-Olm: „Erinnerung an miterlebte Hochwasser gerade noch gerettet – neuer Platz für alte Hochwassermarken“, Erbach/Eltville i. Rheingau
Begründung: sehr authentisch, alle Marken wurden mit eigener Hand (Arbeitshandschuhe) gerettet und wieder in der richtigen Höhe angebracht. Zeigt Bezug des Mannes zu selbst erlebten Hochwassersituationen. Gute Bildqualität.

Kathrin Reitz aus Köln: „Die schönen Seiten – gefrorenes Hochwasser schafft 2003 Eislaufparadies bei Köln”
Begründung: anderer Blick auf Hochwasser, positive Seiten für den Menschen, wenn er nicht direkt betroffen ist. Zeigt zudem den Rhein, der sich in der Aue ausbreitet. Gute Bildqualität.

Dietmar Rheidt aus Neuss-Grimmlinghausen: „Hochwasserhauptstadt Köln – Die andere Ansicht auf den Rhein“
Begründung: schönes Motiv, vom ästhetischen Gesichtspunkt schönes historisches Foto, bekannte Kulisse. Postkartencharakter.

Peter Lüdtke aus Remagen: „(Hoch-)Wassermusik -Das gute Stück gerettet“
Begründung: Hab und Gut wird gerettet. Bild zeigt, dass die Situation mit Humor genommen wird. “Mann” ist auf Hochwasser einstellt.

Ellen Schimikowski für das Dorfmuseum Leutesdorf (Fotosammlung): „Auf Stegen geht das Leben weiter“ – Hochwasser 1920 in Leutesdorf
Begründung: sehr originelles Motiv. Zeigt Leben mit dem Hochwasser. Selbstgebaute Stege helfen, dass der Alltag weitergehen kann.

Martin Küster aus Goch: „Das Menschenmögliche getan - Wird der Deich halten?“ – Lüneburg/Elbe 2006.
Begründung: Bild ist ungestellt, Blick der Menschen ist vom Fotografen abgewandt. Gezeigt werden von der Arbeit erschöpfte Helfer. Mit kleinen Mitteln (Sandsäcken) und vielen Händen wird gegen das Hochwasser angegangen (Man Power).

Rolf Niemeyer aus Neuwied: „Alle Jahre wieder – Der Verkauf ruht!“ – Neuwied 1926
Begründung: Bild zeigt gelassene Haltung gegenüber dem alljährlich wiederkehrenden Hochwasser. Schaufenster wurden ausgeräumt. Gute Fotoqualität.

Karl-Heinz Klöckner aus Vallendar: „Der Rhein macht aus der Bundesstraße eine Wasserstraße“
Begründung: zeigt die Situation an einer Bundesstraße. Beeinträchtigung der Infrastruktur. Alternative Verkehrsmittel.

Jürgen Johann aus Boppard : „Trotz Hochwasser nicht aus der Ruhe zu bringen – Umtrunk für die schaulustigen Besucher“ – Boppard 1920
Begründung: sehr schönes historisches Foto. Es zeigt den gelassenen Umgang der vom Hochwasser betroffenen Bevölkerung. Die „Hochwassertouristen bekommen sogar den ersten Stock ein Glas Wein angeboten.

Hans Jürgen Küpper aus Bad Honnef: „In der Not geht`s nur noch mit dem Boot - Der Rhein hat die Grenze überschritten“ - Bad Hönningen/ Ariendorf 1995
Begründung: sehr schönes Foto, Spiegelung der Häuser im Wasser. Versorgung der Bevölkerung durch Hilfsorganisationen.

Ellen Schimikowski für das Dorfmuseum Leutesdorf : „Alle Hände werden gebraucht - Nur gemeinsam lässt sich die Katastrophe (das Hochwasser) meistern! – Leutesdorf 1983
Begründung: Bild zeigt die Solidarität der Bevölkerung in der Katastrophe. Alles fassen mit an, alle Mittel werden eingesetzt um gegen das Hochwasser anzugehen, nicht gestelltes Bild, jeder ist auf sein Tun konzentriert.

Jürgen Johann aus Boppard: „Sensationstourismus zur Jahreswende 1919/1920 – Promenadenfahrt entlang der überschwemmten Rheinallee in Boppard“
Begründung: zwar gestelltes, aber ästhetisch sehr ansprechendes Bild (Allee als Bilddiagonale). Alle Generationen sind versammelt.

Manfred Wintzen aus Korschenbroich: „Die Trinkwasserversorgung ist Dank hochwasserfreiem Standort gesichert!“, Wasserwerk Neuss-Uedesheim
Begründung: Hochwasser macht einsam, Haus ist komplett vom Hochwasser umschlossen. Symbol für hochwasserangepasstes Bauen. Gebäude ist vom Hochwasser ausgenommen, weil es auf einer natürlichen Erhebung liegt. Ästhetisch ansprechendes Bild von guter Qualität.

Der Kalender mit Siegerfotos kann hier heruntergeladen werden.

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Aktuelle Wasserstände

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Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

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