Multimedia-Präsentation: Veranwortlicher Umgang mit der Hochwassergefahr am Oberrhein (17.8.2009)

Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner und Karlsruhes Bürgermeister Klaus Stapf eröffneten heute (17. August 2009) im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört die Multimedia-Präsentation „Verantwortlicher Umgang mit der Hochwassergefahr am Oberrhein“.
 

Wer an einem Bach oder Fluss wohnt, kann jederzeit von einem extremen Hochwasser betroffen werden. Überflutungen können weite Gebiete unter Wasser setzen. Katastrophen wie zum Beispiel auch durch Deichbrüche - nicht nur das Elbehochwasser 2002 hat dies gezeigt - sind absolut realistisch. Sie könnten auch am Oberrhein eintreten. Gleichwohl ist das Bewusstsein für diese Gefahren nicht besonders ausgeprägt. Um dieses Bewusstsein zu schaffen und zu schärfen, hat das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört eine neue Ausstellung eingerichtet.

„Dem Betrachter wird anschaulich und multimedial vermittelt, welche Auswirkungen ein extremes Hochwasser am Oberrhein haben würde. Es wird gezeigt, wie die Behörden ihre Aufgaben wahrnehmen und was jeder einzelne Bürger in eigner Verantwortung zu seinem Schutz tun kann“, so Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner.

„Die Menschen sollen Hintergründe und Auswirkungen eines Deichbruchs kennen lernen und besser verstehen. Wir wollen informieren und so für das Thema Deichbruch sensibilisieren“, erläuterte Bürgermeister Klaus Stapf.

„Mit diesem Projekt wird die seit langem bewährte sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Naturschutzzentrum und dem Regierungspräsidium Karlsruhe fortgesetzt und weiter ausgebaut“, so Dr. Rudolf Kühner und Klaus Stapf.

Wie bereits bei der im Naturschutzzentrum installierten Anwendung „Hochwasser - früher und heute“ begleiten die bekannten Sympathieträger Lisa und Peter den Besucher durch die Präsentation. Darin wird ein Deichbruchszenario dargestellt.

Grundlage der Darstellung sind sowohl technisch korrekte Daten als auch aktuelle Spieltechnologien. Der besondere Reiz des Projekts liegt in der richtigen Mischung zwischen der Stimmigkeit der Daten und einer entsprechenden Art ihrer Aufbereitung. Auf diese Weise bietet die Präsentation den Besuchern des Naturschutzzentrums einen Einblick in das Problem der Deichsicherheit und der Vorsorgemaßnahmen, auch der eigenen. Unterstützt durch zusätzliche Text-, Bild- und Filminformationen wird das Thema auf spielerische Art und Weise vermittelt. Tafeln zum Integrierten Rheinprogramm runden die Information ab.

Das Projekt wurde von der Glücksspirale, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der MiRO Mineralölraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG und der Stora Enso Maxau GmbH finanziell unterstützt.

Die neue Ausstellung wird in die Führungen und das pädagogische Programm des Naturschutzzentrums eingebunden. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Ergänzende Informationen zur Hochwasserschutzstrategie des Landes

Das Land stellt jährlich rund 65 Millionen Euro für Investitionen sowohl in landeseigene Maßnahmen als auch für die Förderung von kommunalen Hochwasserschutzprojekten wie Sanierungen und Neubau von Schutzdämmen, Poldern und Hochwasserrückhaltebecken bereit. Im Zuge der von Bund und Land aufgelegten Infrastruktur- und Konjunkturprogramme werden die Mittel in diesem Jahr um 44 Millionen Euro aufgestockt. Das Land Baden-Württemberg verfolgt beim Hochwasserschutz eine ganzheitliche Strategie. Sie umfasst neben den technischen Maßnahmen ein gezieltes Hochwassermanagement für das gemeinsame Handeln von Land und Kommunen. Hinzu kommt eine entsprechende private Hochwasservorsorge. Damit sollen Hochwasserschäden gemindert und ihre Folgen gemildert werden. Die unterschiedlichen Bausteine ermöglichen gemeinsam mit den Hochwasserfrühwarnungen für kleinere Einzugsgebiete der Hochwasservorhersagezentrale des Landes eine effektive Hochwasservorsorge. Trotzdem wird es auch in Zukunft einen 100-prozentigen Hochwasserschutz nicht geben, denn Naturgewalten sind nie bis ins Detail vorhersehbar und kalkulierbar. Deshalb sollten sich besonders die in vom Hochwasser bedrohten Gebieten lebenden Menschen auf mögliche Überschwemmungen einstellen.

Gemeinsame Pressemitteilung des Naturschutzzentrums Karlsruhe und des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 17.8.2009

Kontakt

Deutschhausplatz 1
55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

>>> mehr

Symboldbild Hochwasser

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