Hochwasser – Wer gut vorgesorgt hat, muss weniger bangen!

Wie es scheint, haben die meisten Anwohner an Rhein und Mosel beim aktuellen Hochwasser nochmal Glück gehabt. Es war zwar das höchste Hochwasser seit 7 Jahren, lag aber am Mittelrhein dennoch nur knapp über einem zweijährigen Ereignis. Der Verkehr war zum Teil stark eingeschränkt, Campingplätze mussten geräumt werden, aber nur wenige Keller sind vollgelaufen. Hochwasserschutzanlagen und mobile Hochwasserschutzwände haben sich in Köln, Düsseldorf und weiteren Städten, wie Koblenz-Neuendorf mit seiner neuen Hochwasserschutzanlage, bewährt. Dennoch sollte das derzeitige Hochwasser als Warnung gesehen werden. Es kann schlimmer kommen. Auch am Rhein ist nach Expertenmeinung ein Extremhochwasser möglich.

 

Fest steht, im Hochwasserschutz wurde, insbesondere dank der länderübergreifenden intensiven Zusammenarbeit entlang des Rheins, schon sehr viel erreicht. Durch die Umsetzung des Aktionsplan Hochwasser der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und der Hochwasserrisikomanagement Richtlinie sind schon deutliche Verbesserungen, sowohl in der Hochwasserrückhaltung wie auch der begleitenden Maßnahmen zur Verbesserung der Hochwasservorhersage, der Sensibilisierung und der Anleger Bad Hönningen. Foto: Eifler, HWNG RheinMinderung von Schadensrisiken, zu erkennen. Trotzdem besteht die dringende Notwendigkeit, den Hochwasserschutz und insbesondere die öffentliche und private Hochwasservorsorge am Rhein, aber auch in den Einzugsgebieten, zu forcieren und auszuweiten. „Wer gut vorgesorgt hat, muss weniger bangen, wenn ein Hochwasser oder kurzfristig ein Starkregenereignis droht.“

Der technische Hochwasserschutz hat Grenzen. Das muss allen Beteiligten bewusst sein. Hochwasser-Ente. Foto: Eifler, HWNG RheinUm die Schadensfolgen z. B. hinter Hochwasserschutzanlagen zu minimieren sind weitere Anstrengungen insbesondere in der Hochwasservorsorge notwendig. Die Ausweitung der Hochwasservorsorge auf alle Bereiche ist eine der Zielvorgaben der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie. Alle Beteiligten, Verantwortliche und Bürger sind darin gefordert, die Hochwasservorsorge voranzubringen. Hierzu gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Herangehensweisen. In Rheinland-Pfalz wurden in den letzten Jahren erfolgreich Hochwasserpartnerschaften an fast allen größeren Flüssen und Flussabschnitten gebildet, in denen Maßnahmen des Hochwassermanagements festgelegt und umgesetzt werden. In „Örtlichen Hochwasserschutzkonzepten“ werden, gemeinsam mit Verwaltungen und Bürgern, Hochwasserschutzlösungen für einzelne Ortschaften erarbeitet.

Altstadt Linz/ Rhein. Foto: Harald Spieker, LinzNeben der öffentlichen Hand sind auch die Betroffenen aufgefordert, im eigenen Interesse Hochwasservorsorge zu betreiben, um Schäden möglichst gering zu halten. Da Starkregen und Hochwasser infolge des Klimawandels eine Dauergefahr darstellen, die schnell die Existenz bedrohen kann, lohnt sich auf jeden Fall eine Elementarschadenversicherung.


Mainz, den 09.01.2018

Kontakt

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55116 Mainz

Tel: (06131) 2398-186
E-Mail: hwngr@gstbrp.de

Aktuelle Wasserstände

Das Hochwassermeldezentrum Rhein informiert bei Hochwasser laufend über die aktuellen Pegelstände am Rhein und seinen Nebenflüssen:

www.hochwasser-rlp.de

Neue Broschüre der HWNG

Die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hat eine neue Selbstdarstellungsbroschüre veröffentlicht.

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Symboldbild Hochwasser

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