Vorstand der Hochwassernotgemeinschaft Rhein besichtigt das neue Hochwasserschutzsystem von Andernach – Verschärfung der Hochwassergefahr am Niederrhein Schwerpunkt der Sitzung

Die Hochwassergefahren am Niederrhein bildeten den thematischen Schwerpunkt der anschließenden Vorstandssitzung. Wie die Simulation eines Extremhochwassers unterhalb von Andernach, die anlässlich der 4. Hochwasserkonferenz 2004 in Rees vorgestellt wurde, zeige, so Hans-Peter Feldmann vom Hochwasserschutzverband Niederrhein, sei eine Überschwemmungsgefahr durch Hinterströmung der Deiche zu befürchten. Konzepte der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, wie dieser Gefahr zu begegnen sei, lägen jedoch nicht vor.

Die Verschärfung der Hochwassergefahren am Niederrhein durch Bergsenkungen infolge des Kohlebergbaus unter dem Rhein, der bis 2019 eingestellt werden soll, war ebenfalls ein Thema. Hier sei die Frage nach wie vor offen, wer danach für die Folgekosten, u. a. für die Ertüchtigung und Erhöhung der Deiche aufkommen werde, so der Vorsitzende der Bürgerinitiative Bergbaubetroffener am Niederrhein, Klaus Friedrichs. Darüber werde noch in dieser Woche im Landtag von Nordrhein-Westfalen diskutiert.

Das Bewusstsein um die latente Hochwassergefahr – insbesondere nach Jahren mit wenigen Hochwassern bzw. häufigen Niedrigwasserständen - müsse erhalten werden, so der Vorsitzende. Die Bevölkerung auch für die Gefahren auch hinter Schutzbauwerken zu sensibilisieren, sei eine wichtige Aufgabe der HWNG. Daher habe der Vorstand der HWNG beschlossen, so Hütten, unter dem Motto „Hochwasser setzt Marken“ noch im März 2007 einen Fotowettbewerb ausschreiben. Hochwassermarken erinnern daran, dass Flussanlieger mit der Hochwassergefahr leben müssen und sind neben Fotos und Videos eine wichtige Orientierung für die private Hochwasservorsorge.

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