Mit neuen Strategien auf den Ernstfall vorbereiten – Mitgliederversammlung der Hochwassernotgemeinschaft Rhein am 05.11.2009 in Boppard

Das Gesetz fordert die nach europäischem Recht (EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie) notwendige Erstellung von umfassenden Plänen zur Optimierung des Hochwasserschutzes und der Hochwasservorsorge und zwar auch über politische Grenzen hinweg. Gemeinde- und länderübergreifend sind dazu Maßnahmen wie die Sicherung von Überschwemmungsflächen oder die Katastrophenabwehr zu koordinieren.

Im Rahmen ihrer Grußworte an die Mitgliederversammlung der Hochwassernotgemeinschaft in Boppard wird die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad über das Hochwasserrisikomanagement in Rheinland-Pfalz sprechen. Über Hochwassergroßübungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse im Raum Köln, am Niederrhein und in den Niederlanden werden Reinhard Vogt (Hochwasserschutzzentrale Köln), Johannes Cremers und Ulrich Rassier (Kreisverwaltung Wesel) referieren und diskutieren. Dr. Christian Bauer von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd wird über die Hochwasserlageübung 2008 und die Auswirkungen auf die Einrichtung einer Hochwasserpartnerschaft im Raum Ludwigshafen/Frankenthal berichten.

Ein Vertreter des Umweltministeriums wird die fachliche Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in Rheinland-Pfalz erläutern. Bei dieser Aufgabe soll das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge (IBH) unterstützen, das vom Umweltministerium initiiert und von den kommunalen Spitzenverbänden maßgeblich unterstützt wird.  Das bei der Hochwassernotgemeinschaft Rhein angesiedelte Zentrum soll die Bildung und Arbeit von Hochwasserpartnerschaften zwischen Kommunen unterstützen. Hochwasserpartnerschaften können die Umsetzung des Wasserhaushaltgesetzes innerhalb der Flussgebiete unterstützen

Veranstaltungsort der Mitgliederversammlung ist die Stadt Boppard. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Hochwassernotgemeinschaft Mittelrhein, aus der 1996 die Hochwassernotgemeinschaft Rhein hervorgegangen ist. Diese ist heute die wichtigste Nichtregierungsorganisation im Bereich Hochwasserschutz  und arbeitet z.B. in Gremien der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) mit. In den mehr als 10 Jahren ihres Bestehens hat sie erfolgreiche Arbeit im Sinne des neuen Wasserrechts geleistet und als länderübergreifende „Hochwasserpartnerschaft“ der Entstehung neuer Schadenspotentiale entgegengewirkt, die Verbesserung des Hochwasserbewusstseins vorangetrieben und sich für die Schaffung von Retentionsräumen auch im Rheineinzugsgebiet eingesetzt. Die HWNG wird auch künftig die Verpflichtung zur Solidarität im Rheineinzugsgebiet bei den Ländern einfordern.

Weitere Informationen bei hwngr@gstbrp.de bzw. für die Stadt Boppard firmenich@boppard.de.

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